voxidee

Idee oder eidos ist griechischen Ursprungs und steht für Urbild oder die »geistige Vorstellung«.

In der Antike war die Idee das einzig Seiende. Platon sagte, das Wesen eines Dinges sehen wir nicht, sondern denken es. So könne die Idee auch nur von der Vernunft erkannt werden. Eine weitere Eigenschaft, die Platon der Idee zuspricht ist, dass diese absolut unveränderlich ist. Die Idee des Guten ist für ihn die höchste, gefolgt von der des Schönen und der Gerechtigkeit.

Vox Populi ist lateinisch und heißt »Stimme des Volkes«, die Stimme, welche für die öffentliche Meinung steht. Aber sie ist noch viel mehr als das. Sie spricht aus, was das Volk, das Kollektiv, denkt.

In einer fern zurückliegenden Zeit war die Stimme des Volkes an die Urbilder des Geistigen gebunden.

Das Gute, das Schöne und das Gerechte waren Tugenden, die nicht durch Gesetze geschützt werden mußten, einfach weil niemand auf die Idee kam, den geruhsamen und ebenmäßigen Fluß des Lebens aus der Balance zu bringen. Mensch und Meinung waren im Einklang, könnte man sagen. Es gab einfach keine Ideen/Bilder von Bösem, Häßlichen und Ungerechtem.

Doch dann geschah etwas und der ebenmäßige Fluß der schönen Ideen wurde gestört. Aus einem unendlich weit entfernten Land kamen Ideenmacher und veränderten den ruhigen und schönen Fluß des Lebens.

Sie hatten ganz andere Urbilder aus ihren Welten mitgebracht. Diese waren vollkommen gegensätzlich. Sie waren eckig, starr, strukturiert und maßlos zugleich, sie brachten den ruhigen Fluß in Aufruhr, bis er zu brodeln anfing und in ungezügelter Kraft zu einer reißenden Flut wurde. Dies kannten die Menschen damals noch nicht und die Stimme des Volkes konnte niemanden warnen vor dieser Flut, weil sie dieses Bild nicht kannte, denn es war etwas, dass niemals zuvor geschehen war. Und so ergossen sich die Fluten in ungezügelter Kraft über das Land und rissen alles mit sich fort, was gut, schön und gerecht war. Das Leben war aus dem Gleichgewicht gekommen. Die Ebenmäßigkeit wurde von der brodelnden Panik ergriffen und weggespült. Das Gute verbitterte und wurde Böse. Die Gerechtigkeit wich der Ungerechtigkeit. Und fast über Nacht, haben sich die Bilder verändert und die Guten scheinen seither untrennbar mit den Bösen  verschmolzen zu sein.

Die Welt wandelte sich. Vieles, was einst war, schien verloren. Und die Stimme des Volkes verstummte für lange Zeit. Die Menschen vergaßen die Tugenden und die schönen Bilder, stattdessen wurden neue Bilder kreiert, die den alten äußerlich ähnelten, aber in Wirklichkeit waren sie es nicht.

Nicht Einigkeit, sondern Trennung beherrschte die Zeiten - bis heute.

Doch jetzt, da die dunklen Kräfte sich noch einmal zusammenballen, um zu versuchen, der Ebenmäßigkeit und den Bildern von Schönheit, Gutem und Gerechtigkeit für immer den Garaus zu machen, haben mit vereinten Kräften die Letzten der alten Zeit sich zurückgemeldet und gießen ihre Urbilder der ursprünglichen Tugenden in die Flüße der Welt und die Stimme der Einigkeit kehrt zurück.
Vox Populi wurde geboren, damit die Bilder der Wenigen die Bilderlosigkeit der Vielen wieder mit Leben benetzen und sie an die ursprünglichen Werte erinnern, die niemals aufgehört haben zu sein, denn sie sind, wie Platon schon sagte: unvergänglich. Die Flüße werden wieder in Schönheit und Ebenmäßigkeit fließen.

Allerdings, bevor es soweit ist, müßen wir ein wenig lauter sprechen, denn die dunklen Gesellen brüllen gar laut und ihr Licht blendet die in die Dunkelheit geführten. DESHALB ERHEBEN WIR UNSERE STIMME WIE EINE POSAUNE und manchem mag es in den Ohren dröhnen. Aber die Idee dahinter ist weder laut noch blendend, sie ist das Streichholz, welches jedem der es möchte hilft, die eigene Fackel zu entzünden, um für sein Bild eine kleine Weile mitzudröhnen.

Wir hatten das schon mal...Sie erinnern sich? Jericho! Das war eine Idee. Und es gibt allen Grund, guter Dinge zu sein. Die Mauern damals sind eingestürzt!

Vox Populi ist eine dieser Ideen - und Ideen sind unbestechlich!

In diesem Sinne: für die Idee - für die Freiheit - für die schönen Bilder mit der Kraft der guten Gedanken!



Gai Eneshah Go' Nah
The great law of peace