Deutschland, was ist aus Dir geworden?
Ideologisch betrachtet stehen Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers mit ihren Verstaatlichungsideen der DDR näher als die Linke.
(Oskar Lafontaine, Vorsitzender der Partei Die Linke, in der Mitteldeutschen Zeitung)
»Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichgläubigeres Volk, als Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Wegen einer Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre eigenen Landsleute mit größerer Erbitterung, als ihre wirklichen Feinde«. (Napoleon)
Wen hat Napoleon da wohl gemeint? Die »Diener« des Staates, die Beamten? Denn wer sonst hätte die Möglichkeit, die eigenen Landsleute zu verfolgen, so wie der kluge Korse es da schildert. Ist Deutschland ein Überbeamtenstaat geworden dem Eigenverantwortlichkeit und Mut aus Bequemlichkeit unter dem Aktendeckel abhanden gekommen ist? Ist es möglich, dass Tugenden wie Wahrheitstreue und Verantwortungsgefühl, Anstand und Moral durch lebenslange unkündbare Arbeitsverhältnisse wegkorrumpiert wurden mit besonders attraktiven Vergünstigungen und Gehältern an maßgeblichen Stellen, wie zum Beispiel im Europaparlament, in der Justiz oder an den Finanzämtern?
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Wie hoch ist mittlerweile das Schweigegeld für Vaterlands- und Hochverrat in Deutschland? Zweifelsohne am höchsten dotiert sind wohl unsere "Bänkrotter", die Ackermanns und Konsorten mit 11 Mio. und mehr im Jahr (ohne Boni und mögliche schmierige Zulagen). Dagegen sehen die Renommierjobs im Europaparlament fast kläglich aus. Doch immerhin stattliche 14.727 EUR erhält ein Abgeordneter für recht laue Arbeitszeiten. Für echte Deutsche, das sind an die 30.000 DM im Monat. Ein Teil davon, ca. 4000 EUR, ist sogar steuerfrei. Zulagen und Vergünstigungen, siehe die Reise- und Werbungskosten etc. die zur Zeit im Gespräch sind und an die 650 Mio. EUR ausmachen sollen, nicht mitgerechnet. Damit liegen sie noch weit vor beamteten Vertretern der Justiz. So verdient der Generalbundesanwalt am Bundesgerichtshof (Besoldungsgruppe R9) 8458 EUR. Das sind aber immerhin in unserer Ursprungswährung auch noch an die 20.000 DM. Selbst ein Staatsanwalt in der untersten Besoldungsgruppe (R1) hat 3064 EUR im Monat, also etwas über 6000 DM. Durchschnittlich kann man wohl sagen, zwischen 70.000 EUR Jahresgehalt im unteren Segment, bis 110.000 EUR im oberen Segment, allerdings ohne die Beamten üblichen Vergünstigungen zu berücksichtigen (unterbezahlt fühlt man sich allemal). Das verwundert nicht, muß man doch gerade in den Bereichen der Justiz oft beide Augen wider besseren Wissens zukneifen, ob der haarsträubenden »Un-Gesetzeslage«.
Wir möchten hier nicht unken, nur aufmerksam machen. Denn all diese Berufe sind in ihrem Ursprung sehr ehrenwerte Berufe, erfordern höchstes Ehr- und Moralgefühl, Aufrichtigkeit und einen standhaften Charakter. Deshalb ist eine angemessene Bezahlung absolut legitim.
Jedoch...seit über 60 Jahren hat das »ehrenwerte Beamtentum« doch einigen Schaden genommen (es begann zu Hitlers Zeiten mit seinem Ermächtigungsgesetz 1933, dessen Gesetze übrigens heute noch zum Teil in Kraft sind bzw. dank Frau Merkels Bereinigungsaktion vom Dezember 2007, wieder in Kraft!).
Nach redlicher und gewissenhafter Recherche im Bereich der Geschichte (der echten, nicht der in Ihren Geschichtsbüchern aus der Schulzeit), des Staatsrechtes und der Rechtsphilosophie ist die Ehrenhaftigkeit der höchsten Beamten im Staate doch ein wenig zweifelhaft.
Und wir möchten an dieser Stelle jeden Beamten an seine Ehre, seinen Anstand und seine Vernunft erinnern ... finden Sie nicht, dass es nun reicht und die Zeit gekommen ist, diese Lügen gemeinsam zu beseitigen und unserem Land, unseren Kindern und Enkeln wieder zu der Ehre zu verhelfen, die sie verdient haben? Dafür zu sorgen, nicht gegeneinander, sondern miteinander, damit Deutschland wieder den Stand erhält in der Welt den es verdient, genauso wie jedes andere Land der Weltgemeinschaft?
Das sollte Ihnen bekannt vorkommen, schließlich gleicht es dem fabianistischen Weltbild, der Unterschied ist nur, dass das Individuum, der Mensch, im Mittelpunkt steht und nicht der Staat.
Das Mittelalter des 20. Jahrhunderts ist vorbei, Zeit an die Zukunft des 21. Jahrhunderts zu denken, oder soll die Lüge nochmals 120 Jahre weitergetragen werden? Dies wäre nicht gut, denn eines Tages kommt jede Lüge und Unaufrichtigkeit zu Tage und dann könnte es Reaktionen geben, wie zu Zeiten der französischen Revolution, jedoch dieses Mal nicht gegen den Adel...und mit Verlaub, es sieht auch nicht so aus, als ob es noch 120 Jahre dauern könnte, bis sich der Volkszorn erhebt. Das ist alles nur eine Frage des gefüllten Bauches. Allerdings reichen die Lager der Supermärkte in Krisenzeiten, die, betrachtet man die Wirtschaftslage, möglicherweise nicht allzuweit entfernt sind, nur für zwei Tage, und dann ... doch wieder Mittelalter???

